Biopark

WarmCO2 liefert Restenergie aus industriellen Fertigungsprozessen und Nebenprodukten als nachhaltige Ressourcen für einen großen Gewächshauskomplex

Kooperation zwischen WarmCO2 und Yara Sluiskil: „Smart Links“ in Kürze in Betrieb

Terneuzen, Nierlande, 15. Juli 2008 – WarmCO2 ist auf dem besten Wege, zu einem Synonym für nachhaltige, kostengünstige und energieeffiziente Lösungen für den Gewächshausgartenbau in den Niederlanden zu werden. Der Gewächshausgartenbau ist die intensivste Form des Gemüseanbaus und sowohl für einzelne Gemeinden als auch für das Land insgesamt von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Die starke Abhängigkeit der Branche von fossilen Brennstoffen für das Beheizen der Gewächshäuser stellt für die Erzeuger sowohl hinsichtlich der Kosten als auch für die Reduzierung der CO2-Emissionen eine große Herausforderung dar. In Terneuzen, in der Provinz Zeeland im Süden des Landes, trägt WarmCO2 mit einer umweltfreundlichen und nachhaltigen „Smart-Links“ (intelligente Verknüpfungen) dazu bei, diese Probleme in den Griff zu bekommen.

WarmCO2 ist ein Joint Venture, das 2008 zwischen der Hafenbehörde Zeeland Seaports, dem Düngemittelhersteller Yara Sluiskil und dem Anlagenbauer Visser & Smit Hanab gegründet wurde. Die an WarmCO2 beteiligten Firmen gehören zum einzigartigen, umwelttechnisch intelligenten Biopark Terneuzen, eine industrielle Ansiedlung zur Förderung der Nachhaltigkeit durch die Wiedergewinnung und Verwertung von Rest- und Nebenprodukten von benachbarten Unternehmen.

WarmCO2 wurde gegründet, um dieses innovative Konzept dahingehend auszubauen, dass die aus den Produktionsprozessen der Biopark-Mitglieder zurückgewonnene Wärme und CO2-Emissionen Gewächshausbetrieben in den umliegenden Poldern angeboten werden. So soll in Kürze ein großer unabhängiger Gewächshauskomplex mit 250 ha Anbaufläche mit dieser äußerst preisgünstigen Wärme und Kohlendioxid beliefert werden.

Früher wären diese Ressourcen als Abfälle behandelt worden, die neben beträchtlichen Entsorgungskosten für ihre Erzeuger auch eine zusätzliche Belastung der Umwelt verursacht hätten. Dank WarmCO2 und der Umsetzung des Smart-Link-Konzepts des Bioparks, werden diese Produkte nun aus den Abfallströmen zurückgewonnen, aufbereitet und anderen Industrieprozessen zugeführt.

Für den 250-ha-Gewächshauskomplex wird die Wärme aus dem Kühlwasser der Wärmetauscher aus der Produktion von Yara Sluiskil geliefert. Zum Vergleich, die dank diesem „Smart Link" eingesparte Energie beträgt zweimal den jährlichen Erdgasverbrauch der Gemeinde Terneuzen mit ihren 55.000 Einwohnern. Diese Energie, die mit einer durchschnittlichen Temperatur von 87°C direkt über Pipelines angeliefert wird, ist mehr als ausreichend, um die Gewächshäusern je nach Bedarf optimal zu heizen. Die Erzeuger werden so in die Lage versetzt, auf den Einsatz von Erdgasheizkesseln weitestgehend oder sogar vollständig zu verzichten und somit den CO2-Ausstoß deutlich zu senken. Diese neue Heizquelle erfordert keine komplizierte Installation und ist wesentlich günstiger als Öl oder Erdgas. Zudem ist sie von den Energiepreisen de facto unabhängig.

Darüber hinaus liefert WarmCO2 pro Jahr rund 70.000 Tonnen reines Kohlendioxid an den Gewächshausbetrieben. Auch dieses reine CO2 wird bei Yara Sluiskil gewonnen. CO2 wird in der Gewächshausbranche zur Anreicherung der Gewächshausatmosphäre und Förderung des Wachstums verwendet. Das ebenfalls direkt über eine eigens verlegte Pipeline gelieferte Kohlendioxid ist ein von Yara Sluiskil eingesetztes Zwischenprodukt für die Herstellung von Düngemitteln. Dieses Gas ist sehr sauber und wird mit dem gleichen Reinheitsgrad wie kommerziell angebotenes Flüssigkohlendioxid geliefert.

Da diese Ressourcen aus bewährten Industrieprozessen zurückgewonnen werden, können sie zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden. Und da sie zudem von etablierten und stabilen Unternehmen und Branchen generiert werden, ist ihre Verfügbarkeit langfristig gesichert. Und mit dem innovativen Smart-Link-Konzept hat WarmCO2 des Weiteren ein wertvolles Geschäftsmodell in dieser Region eingeführt, das sich auch anderswo zum Nutzen der Gewächshausbranche, der Prozessindustrie und der Umwelt übertragen lässt.

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Biopark Terneuzen
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Terneuzen
Netherlands

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Über den Biopark Terneuzen

Der im Februar 2007 gegründete Biopark Terneuzen ist eine „Smart-Link-Initiative“, die einen neuen Denkansatz in der Entwicklung einer nachhaltigen Agrarindustrie darstellt. Aufbauend auf den bewährten wirtschaftlichen Vorteilen und dem Know-how-Transfer aus der gemeinsamen Ansiedlung verwandter Unternehmen, erreicht der Biopark in der Umsetzung dieses Anspruchs eine neue Dimension, indem er mit Hilfe von „smarten Verknüpfungen“ die Nutzung entscheidender Synergien zwischen den beteiligten Partnergesellschaften fördert und erleichtert. Hiervon betroffen ist insbesondere das Potenzial für den Austausch und wechselseitigen Einsatz von Nebenprodukten und Abfällen als Rohmaterialien oder Energiequellen für eigene Prozesse. Dies trägt zur Produktivität der Unternehmen, zur Schonung nicht erneuerbarer Ressourcen und zu einer Reduzierung der Umweltbelastung bei.

Auf der wachsenden Liste der Mitglieder des Biopark Terneuzen finden sich unter anderem Yara Sluiskil, Nedalco, Cargill, EcoService Europe, Heros, ESV Group und Rosendaal Energy.

Weitere Informationen über den Biopark Terneuzen finden Sie unter www.bioparkterneuzen.com.

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