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Clariant steigert operative Rentabilität und operativen Cashflow trotz schwacher Nachfrage

· Umsatzrückgang im dritten Quartal um 14% in Lokalwährungen und um 19% in Schweizer Franken
· Operatives Ergebnis vor Einmaleffekten sank auf CHF 107 Millionen im Vergleich zu CHF 178 Millionen im dritten Quartal 2008, verbesserte sich aber im Vergleich zu CHF 69 Millionen im zweiten Quartal 2009
· Operativer Cashflow stieg auf CHF 193 Millionen im Vergleich zu CHF 147 Millionen im Vorjahreszeitraum
· Nettoverschuldung sank auf CHF 751 Millionen von CHF 1 209 Millionen Ende 2008
· Ausblick: Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Clariant, dass die Umsätze in Lokalwährungen gegenüber 2008 um 16% bis 20% zurückgehen. Der Cashflow dürfte angesichts der weiterhin konsequenten Reduzierung des Nettoumlaufvermögens stark bleiben. Im traditionellerweise schwachen vierten Quartal erwartet Clariant ein verbessertes operatives Ergebnis vor Einmaleffekten im Vergleich zum vierten Quartal 2008

Dazu der Kommentar von CEO Hariolf Kottmann: „Die Konzentration auf die Cashflow-Steigerung, die Kostensenkung und den Abbau komplexer Strukturen wirkte sich erneut positiv auf unsere Ergebnisse aus. Die Umsatzrückgänge von mehr als 20% in einigen Geschäftseinheiten sind jedoch ein Indiz dafür, dass wir trotz einer Stabilisierung der Nachfrage nach wie vor weit von einer nachhaltigen Erholung entfernt sind. Unsere bisherigen Kostensenkungsmaßnahmen reichen daher noch nicht aus, um die Nachfrageschwäche vollständig auszugleichen. Da wir die Rentabilitätslücke zur Konkurrenz schließen müssen, in unserer Branche aber für die nächsten Quartale keine nachhaltige Erholung in Sicht ist, werden wir zusätzliche Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen ergreifen.“

Muttenz, 4. November 2009 – Clariant, ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialitätenchemie, gab heute einen Umsatz für das dritte Quartal von CHF 1,691 Milliarden bekannt, gegenüber CHF 2,094 Milliarden im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Rückgang um 19% in CHF und um 14% in Lokalwährungen.

Die Umsätze haben sich im dritten Quartal stabilisiert. In einzelnen Geschäftseinheiten und Regionen war sogar ein moderater Anstieg zu verzeichnen. Trotzdem blieb die Nachfrage insgesamt schwach und es zeichnete sich auch kein nachhaltiger Aufwärtstrend ab. Die Volumen gingen um 11% zurück und die Preise lagen 3% unter jenen im dritten Quartal 2008. Die Rohstoffkosten sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16%, lagen aber 1% über jenen im zweiten Quartal 2009. Die Kosten, die durch die ungenügende Kapazitätsauslastung entstanden, waren geringer als in den beiden Vorquartalen. Dies war vor allem auf die höhere Produktionsauslastung, die Schließung von Produktionsanlagen, sowie der Einführung von Kurzarbeit und den Abbau von Arbeitsstellen zurückzuführen.

Trotz niedrigerer Volumen konzentrierte sich der Konzern weiterhin auf eine konsequente Bewirtschaftung seiner Bruttomarge. Diese stieg in der Folge auf 30,1%, verglichen mit 29,4% im Vorjahreszeitraum.

CFO Patrick Jany kommentierte: „Während wir die Belastung unseres Bruttoergebnisses durch die Wirtschaftskrise abfedern konnten, hat das Risiko einer möglichen Erosion der Bruttomarge in den kommenden Monaten infolge der steigenden Rohstoffpreise zugenommen. Wir werden diese ungünstige Entwicklung aufmerksam verfolgen und unsere Marge verteidigen. Falls nötig, können wir die Produktionskapazitäten jederzeit weiter reduzieren, um auf potenzielle Volumenrückgänge zu reagieren.“

Die Vertriebs- und Gemeinkosten sanken auf CHF 373 Millionen von CHF 404 Millionen im Vorjahr. Vor allem die Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich erstmals positiv auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus. Mit 22% blieb der prozentuale Anteil der Vertriebsund Gemeinkosten am Umsatz hoch; im Vorjahresquartal betrug er 19,3%. Trotz einer Verbesserung bei den Vertriebs- und Gemeinkosten führte das geringere Bruttoergebnis zu einem operativen Ergebnis vor Einmaleffekten von CHF 107 Millionen, gegenüber CHF 178 Millionen im Vorjahreszeitraum. Nach CHF 69 Millionen im zweiten Quartal 2009 hat sich das operative Ergebnis vor Einmaleffekten weiter verbessert.

Alle Divisionen leisteten einen Beitrag zur Erholung des operativen Ergebnisses vor Einmaleffekten in den letzten drei Quartalen. Die Division Masterbatches profitierte von einer stärkeren Nachfrageerholung als in den anderen Divisionen. Auch die Division Pigments & Additives verzeichnete eine leichte Erholung bei den Auftragseingängen, die jedoch von sehr niedrigen Niveaus im ersten und zweiten Quartal ausging. Die strikte Konzentration auf die Restrukturierungsinitiativen sowie eine leichte Nachfrageerholung, insbesondere in den Geschäftseinheiten Textile und Leder, führte zu einer verbesserten Rentabilität in der Division Textile, Leather & Paper Chemicals. Die Division Functional Chemicals profitierte von einer zufriedenstellenden Entwicklung in ihren Geschäftsseinheiten Industrial & Consumer Care und Oil Services.

Im Berichtsquartal investierte das Unternehmen in weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Insgesamt wurden bereits 1'917 Stellen abgebaut, weitere 800 Stellen sind vorgesehen. Ende 2009 dürfte die Konzernbelegschaft unter 18 000 Mitarbeitenden liegen, gegenüber 20'102 Mitarbeitenden Ende 2008.

Die Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen beliefen sich im dritten Quartal auf CHF 38 Millionen und dürften bis Ende Jahr deutlich zunehmen. Das Nettoergebnis betrug CHF 25 Millionen, verglichen mit einem Verlust von CHF -61 Millionen im zweiten Quartal. Im dritten Quartal 2008 wurde ein Nettoergebnis von CHF 78 Millionen ausgewiesen.

Der operative Cashflow erreichte CHF 193 Millionen, gegenüber CHF 147 Millionen im dritten Quartal des Vorjahres. Für die ersten neun Monate belief sich der operative Cashflow auf insgesamt CHF 533 Millionen, verglichen mit CHF 174 Millionen in der Vorjahresperiode. Der starke Cashflow wurde einerseits durch die fortgesetzten Bemühungen zur Reduzierung des Nettoumlaufvermögens, insbesondere durch ein straffes Bestandsmanagement, erreicht. Andererseits trug die Steigerung des operativen Ergebnisses zu einer stärkeren Cash-Generierung bei, womit die erzielten Leistungen in Zukunft besser abgestützt sein sollten.

Durch die Erhöhung ihrer Cash-Position auf CHF 995 Millionen stärkte Clariant ihre Bilanz weiter. In der Cash-Position enthalten sind CHF 300 Millionen, welche die im Juli aufgelegte Wandelanleihe einbrachte. Die Nettoverschuldung sank weiter auf CHF 751 Millionen, nachdem sie Ende 2008 noch CHF 1,209 Milliarden betragen hatte. Das Gearing des Unternehmens, d. h. die Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital, betrug zum Ende des dritten Quartals 38% und lag damit deutlich unter dem Wert (61%) am Jahresende 2008.

Ausblick

Clariant geht davon aus, dass sich die Weltkonjunktur nur langsam von der globalen Wirtschaftskrise erholen wird. Folglich wird erwartet, dass der Umsatz von Clariant in Lokalwährungen bis zum Ende des Jahres schwach bleiben und etwa 16% bis 20% unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Das Unternehmen wird sich auch künftig auf die Cash-Generierung durch die Reduzierung des Nettoumlaufvermögens konzentrieren. Gleichzeitig werden sich die Kosteneinsparungen und Restrukturierungsmaßnahmen weiterhin positiv auf die operative Performance auswirken, was dann auch zunehmend zur Erhöhung des Cashflows beitragen wird. Im traditionellerweise schwachen vierten Quartal erwartet Clariant ein verbessertes operatives Ergebnis vor Einmaleffekten im Vergleich zum vierten Quartal 2008.

Mit Blick auf die Zukunft wird Clariant ihre Restrukturierungsmassnahmen mit Nachdruck vorantreiben, wobei für das Jahr 2009 Restrukturierungskosten zwischen CHF 200 Millionen und CHF 300 Millionen prognostiziert werden. Zudem sollen in den Jahren 2009 und 2010 weitere Stellen abgebaut werden.

Für 2010 bestätigt Clariant ihr Ziel, einen Ertrag auf dem investierten Kapital (Return on Invested Capital – ROIC) zu erreichen, der nachhaltig über dem Branchendurchschnitt liegt.

Für weitere Details laden Sie bitte die PDF-Version der Pressemitteilung unter Related Documents.

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Clariant – Exactly your chemistry. Clariant ist ein global tätiges, weltweit führendes Unternehmen der Spezialitätenchemie. Die starken partnerschaftlichen Beziehungen, die Verpflichtung zu hervorragendem Service und das umfassende Anwendungs-Know-how machen Clariant zum bevorzugten Partner ihrer Kunden. Clariant ist auf fünf Kontinenten mit über 100 Konzerngesellschaften vertreten und beschäftigt rund 20 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz ist Muttenz bei Basel, Schweiz. Im Jahr 2008 erzielte Clariant einen Umsatz von CHF 8,1 Milliarden. Clariant ist in vier Divisionen gegliedert: Textile, Leather & Paper Chemicals, Pigments & Additives, Masterbatches und Functional Chemicals. Clariant setzt auf nachhaltiges Wachstum, das auf der eigenen Innovationskraft beruht. Die innovativen Produkte von Clariant spielen in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle oder verleihen deren Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf dem Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Fähigkeit, neue Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit den Kunden innovative und effiziente Lösungen zu entwickeln.

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