Clariant

Clariant verbessert operative Marge weiter

• Umsatz in lokalen Währungen dank höherer Preise um 5% gestiegen, in CHF um 6% gesunken
• EBITDA-Marge vor Einmaleffekten von 16,1%, gegenüber 12,9% im Vorjahr
• EBIT-Marge vor Einmaleffekten stieg auf 13,4%, verglichen mit 10,1% im ersten Quartal 2010
• Positiver operativer Cashflow von CHF 17 Millionen
• Nettogewinn von CHF 120 Millionen, gegenüber CHF 10 Millionen im Vorjahr
• Akquisition von Süd-Chemie abgeschlossen, Integrationsprozess in die Wege geleitet; Konsolidierung per 21. April 2011
• Ausblick für 2011: Clariant rechnet für 2011 mit einem stabilen Geschäftsumfeld und geht davon aus, dass vor allem in den Schwellenmärkten Wachstum erzielt wird. Anhand dieses Szenarios und ohne Berücksichtigung von Süd-Chemie prognostiziert Clariant ein Umsatzwachstum in lokalen Währungen im niedrigen einstelligen Bereich sowie eine höhere EBITDA-Marge vor Einmaleffekten als im Jahr 2010.

Dazu CEO Hariolf Kottmann: „Für Clariant erwies sich der Start ins Jahr 2011 als gelungen, mit guten Ergebnissen im gesamten Portfolio. Unser unveränderter Fokus auf eine nachhaltig bessere Performance in unseren aktuellen Geschäften erbrachte die erwarteten Ergebnisse. Mit der kürzlich erworbenen Süd-Chemie wird Clariant Zugang zu neuen attraktiven Märkten und einer starken F&E-Einheit erhalten, die sich auf Marktsegmente mit beträchtlichem künftigem Wachstumspotenzial fokussiert. Wir werden unsere Geschäfte weiter auf höhere Margen ausrichten, während die Aktivitäten von Süd-Chemie die Umsetzung unserer Strategie für profitables Wachstum beschleunigen werden.“

Geschäftsentwicklung von Clariant im ersten Quartal 2011

Muttenz, 6. Mai 2011 – Clariant, ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialitätenchemie, gab heute für das erste Quartal 2011 einen Umsatz von CHF 1,717 Milliarden bekannt, gegenüber CHF 1,817 Milliarden im Vorjahresquartal. In lokalen Währungen stieg der Umsatz um 5%. Aufgrund der Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber den meisten wichtigen Währungen verringerte sich der Umsatz in Schweizer Franken gegenüber dem Vorjahr um 6%.

Insgesamt blieb das Geschäftsumfeld im Quartalsverlauf stabil, wobei keine Aktivitäten zur Auffüllung von Lagerbeständen wie im ersten Quartal 2010 zu beobachten waren. Auf regionaler Ebene fiel das Umsatzwachstum mit einer Wachstumsrate von 4% bis 7% in allen Regionen ziemlich einheitlich aus. Sowohl das verheerende Erdbeben in Japan als auch die Unruhen in Nordafrika wirkten sich bislang nur geringfügig auf unsere Geschäftsaktivitäten aus.

Im ersten Quartal 2011 setzte Clariant die Umsetzung ihrer Strategie des profitablen Wachstums konsequent fort. Dank der Fokussierung auf die Margenbewirtschaftung verbesserten sich die Verkaufspreise im Jahresvergleich um 5%. Sie vermochten die höheren Rohstoffpreise zwar noch nicht vollumfänglich aufzufangen, erhöhten sich aber gegenüber dem Vorquartal um 2%, mit einer Beschleunigung zum Quartalsende hin. Aufgrund dieses erfolgreichen Preismanagements, niedrigerer Produktionskosten und einer hohen Kapazitätsauslastung verbesserte sich die Bruttomarge von 28,7% im Vorjahreszeitraum auf 29,8%.

Die 2009 und 2010 umgesetzten Kostensenkungsinitiativen erwiesen sich für Clariant weiterhin als vorteilhaft: Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen (SG&A-Kosten) in Prozent des Umsatzes verminderten sich beträchtlich von 16,9% im Vorjahreszeitraum auf 15,0%. Die strukturell niedrigere Kostenbasis kam zudem der Margenentwicklung zugute. Aufgrund einer besseren Bruttomarge und niedrigerer Kosten erhöhte sich das EBITDA vor Einmaleffekten auf CHF 277 Millionen, gegenüber CHF 235 Millionen im Vorjahr. Die entsprechende Marge stieg von 12,9% im Vorjahresquartal auf 16,1%. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten verbesserte sich von 10,1% im gleichen Vorjahreszeitraum auf nunmehr 13,4%.

Die EBITDA- und EBIT-Margen (nach Restrukturierung) stiegen von 7,4% auf 15,1%, bzw. von 4,1% auf 11,7%, was die niedrigeren Restrukturierungs- und Wertminderungskosten nach Abschluss der Restrukturierungsphase 2009/2010 widerspiegelt.

Trotz einer merklichen Verbesserung des operativen Ergebnisses verringerte sich der operative Cashflow von CHF 159 Millionen im Vorjahr auf CHF 17 Millionen im Jahr 2011. Nach einer starken Reduktion des Nettoumlaufvermögens gegen Ende des Jahres 2010 normalisierten sich die Lagerbestände wieder, was den operativen Cashflow im ersten Quartal beeinträchtigte.

Die Nettoverschuldung nahm von CHF 126 Millionen auf CHF 250 Millionen zu, was zu einem Gearing (Nettoverschuldung geteilt durch Eigenkapital) von 13% zum Ende des ersten Quartals 2011 führte (Ende 2010: 7%).

Aktuelle Informationen zur Akquisition von Süd-Chemie

Am 21. April schloss Clariant den Kauf von 96,15% der Aktien von Süd-Chemie von One Equity Partners und den Familienaktionären ab. Der gesamte Transaktionswert beläuft sich auf rund EUR 1,9 Milliarden (CHF 2,5 Milliarden). Ein öffentliches Angebot, die ausstehenden Anteile der Minderheitsaktionäre von Süd-Chemie zu erwerben, wird vor Ende Mai 2011 publiziert. Ab dem 21. April 2011 wird Süd-Chemie voll konsolidiert sein.

Nach Abschluss der Akquisition hat Clariant den Integrationsprozess in die Wege geleitet, um eine rasche und reibungslose Integration der Geschäfte von Süd-Chemie in Clariant sicherzustellen.

Im Zuge der weiteren Umsetzung ihrer Strategie des profitablen Wachstums erwarb Clariant am 19. März 2011 den nordamerikanischen Enteisungsspezialisten Octagon Process LLC sowie am 1. April 2011 den kanadischen Öldienstleister Prairie Petro-Chem mit Sitz in Saskatchewan.

Ausblick 2011

Nach dem Abschluss der Restrukturierungsphase in 2010 richtet Clariant seit Anfang 2011 ihr Augenmerk auf laufende Verbesserungen und ein profitables Wachstum. Das Unternehmen konzentriert sich nun darauf, durch Investitionen in künftiges rentables Wachstum Mehrwert zu schaffen, während die Initiative für laufende Verbesserungen „Clariant Excellence“ die Nachhaltigkeit der niedrigeren Kostenbasis sicherstellen wird.

Für 2011 rechnet Clariant mit einem fortgesetzten globalen Wirtschaftswachstum, wenngleich in gemässigterem Tempo als 2010. Die Wechselkurse der meisten wichtigen Währungen dürften volatil bleiben. Als Wachstumstreiber werden vor allem die Schwellenmärkte in Asien/Pazifik und in Lateinamerika agieren. Nachdem die Rohstoffpreise in der zweiten Jahreshälfte 2010 zeitweilig stabil geblieben sind, dürften sie 2011 wieder anziehen. Clariant geht von einem Anstieg der Rohstoffkosten im mittleren Zehnerbereich aus.

Unter Ausklammerung der kürzlich erworbenen Süd-Chemie rechnet Clariant für 2011 mit einem Umsatzwachstum in lokalen Währungen im niedrigen einstelligen Bereich. Die in den letzten zwei Jahren durchgeführten Restrukturierungsmassnahmen dürften sich weiter vorteilhaft auf die Kostenbasis des Konzerns und somit das operative Ergebnis auswirken. Entsprechend sollte die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten über dem Stand von 2010 zu liegen kommen.

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Hinweise für Redakteure


Clariant – Exactly your chemistry.

Clariant ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialitätenchemie. Die starken partnerschaftlichen Beziehungen, die Verpflichtung zu hervorragendem Service und das umfassende Anwendungs-Know-how machen Clariant zum bevorzugten Partner ihrer Kunden.

Der Konzern ist auf fünf Kontinenten mit mehr als 100 Konzerngesellschaften vertreten und beschäftigt rund 16.200 Mitarbeitende. Der Hauptsitz ist Muttenz bei Basel, Schweiz. Im Jahr 2010 erzielte Clariant einen Umsatz von rund CHF 7,1 Milliarden. Additives, Detergents & Intermediates, Emulsions, Industrial & Consumer Specialties, Leather Services, Masterbatches, Oil & Mining Services, Paper Specialties, Pigments und Textile Chemicals.

Clariant setzt auf nachhaltiges Wachstum, das auf der eigenen Innovationskraft beruht. Die hochwertigen Produkte von Clariant spielen in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle und verleihen deren Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf dem Know-how der Mitarbeitenden und deren Fähigkeit, neue Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit den Kunden innovative und effiziente Lösungen zu entwickeln.

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