30 Jul 2013
Clariant steigert Nettogewinn dank besserer Margen
- Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten wächst im zweiten Quartal 2013 um 2% in Lokalwährungen und 1% in Schweizer Franken und damit von 1,527 Mrd. CHF auf 1,544 Mrd. CHF im Vorjahresvergleich.
- EBITDA-Marge vor Einmaleffekten auf 13,7% erhöht, gegenüber 13,1% im zweiten Quartal 2012.
- Nettoergebnis aus fortgeführten Aktivitäten steigt auf 71 Mio. CHF, nach 55 Mio. CHF im zweiten Quartal 2012.
- Für das Gesamtjahr 2013 rechnet Clariant mit einer weiteren Umsatz- und Rentabilitätssteigerung gegenüber 2012 durch die Fokussierung auf Innovation, Wachstum und anhaltende Kosteneffizienz.
CEO Hariolf Kottmann: „Der Umsatzanstieg und die verbesserte Rentabilität im ersten Halbjahr zeigen, dass sich Clariant schrittweise auf seine kurz- und mittelfristigen Ziele zubewegt. In einem heterogenen Wirtschaftsumfeld hat sich das ausgewogene Portfolio des Unternehmens solide entwickelt. Der zunehmenden Unsicherheiten in den Schwellenmärkten sind wir uns bewusst, gehen aber weiterhin von einer relativ stabilen Wirtschaftslage auf niedrigem Niveau aus. In diesem Szenario erwarten wir, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr durch Fokussierung auf Innovation, Wachstum und Kosteneffizienz erreichen werden.“
Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal
Muttenz, 30. Juli 2013 - Clariant, ein weltweit führendes Spezialchemieunternehmen, hat heute für das zweite Quartal 2013 einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 1,544 Mrd. CHF im Vergleich zu 1,527 Mrd. CHF im Vorjahreszeitraum bekannt gegeben. Dies entspricht einem Wachstum von 2% in Lokalwährungen und 1% in Schweizer Franken. Das organische Wachstum von 2% war ausschliesslich auf höhere Umsatzvolumen zurückzuführen. Ähnlich wie im ersten Quartal dieses Jahres wurde der negative Währungseffekt von 1% primär durch die starke Abwertung des brasilianischen Real, des japanischen Yen und der indischen Rupie gegenüber dem Schweizer Franken verursacht.
Grundsätzlich war das Geschäftsumfeld vergleichbar mit dem des ersten Quartals dieses Jahres. Im Geschäftsbereich Care Chemicals kam es dank eines soliden Wachstums in allen Segmenten zu einem Zuwachs von 8% in Lokalwährungen. Natural Resources verzeichnete ein Umsatzplus von 6%, da ein solider Zuwachs bei Oil Services die durch strukturelle Schwierigkeiten bedingte anhaltende Schwäche bei Water Treatment mehr als ausgleichen konnte. Bei Catalysis & Energy nahm die Geschäftsaktivität von Catalysts vom ersten und zum zweiten Quartal zu. Dies entspricht dem normalen saisonalen Muster, bei dem der Umsatz im Jahresverlauf von Quartal zu Quartal ansteigt. Trotz dieser positiven Entwicklung konnte Catalysts nicht an die aussergewöhnlich hohen Umsätze aus dem Vorjahr anknüpfen. Im Geschäftsbereich Plastics & Coatings blieben die Umsätze unverändert.
Mit Blick auf die einzelnen Regionen erreichte Clariant in Lateinamerika einen Anstieg im mittleren Zehnprozentbereich, während die Region Asien/Pazifik vorübergehend auf Vorjahresniveau zurückfiel. Die Wachstumsrate in Europa und Nordamerika war gegenüber dem ersten Quartal unverändert bis marginal höher. Die Region Naher Osten & Afrika blieb angesichts des schwachen Water Treatment-Geschäfts und hoher Vergleichszahlen bei Catalysts auf einem niedrigen Niveau.
Die Bruttomarge war mit 29,3% genauso hoch wie im zweiten Quartal 2012. Höhere Kosten für nicht ausgelastete Produktionskapazitäten konnten durch eine vorteilhafte Entwicklung der Verkaufspreise ausgeglichen werden. Gegenüber dem zweiten Quartal 2012 blieben die Verkaufspreise unverändert, die Rohstoffkosten fielen jedoch um 2%, sodass daraus für den Konzern letztlich ein positiver Beitrag zur Bruttomarge resultierte. Verglichen mit dem ersten Quartal 2013 blieben die Verkaufspreise unverändert, während die Rohstoffkosten um 2% sanken.
Das EBITDA vor Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sowohl in Lokalwährungen als auch in Schweizer Franken um 6% auf 211 Mio. CHF, gegenüber 200 Mio. CHF vor einem Jahr und 209 Mio. CHF im ersten Quartal 2013. Dieser Anstieg war in erster Linie auf den höheren Umsatz sowie leicht niedrigere SG&A-Kosten zurückzuführen. Die entsprechende EBITDA-Marge aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 13,7%, gegenüber 13,1% im Vorjahreszeitraum.
Einmaleffekte waren mit 31 Mio. CHF geringfügig niedriger als im zweiten Quartal 2012, in dem 33 Mio. CHF zu Buche schlugen. Infolge des höheren EBITDA und der niedrigeren Finanzierungskosten, durch die die höheren Steuern mehr als ausgeglichen wurden, verbesserte sich das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten von 55 Mio. CHF vor einem Jahr auf 71 Mio. CHF.
Ein höheres Nettoumlaufvermögen wirkte sich negativ auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit aus. Der saisonbedingte Aufbau von Lagerbeständen sowie höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führten zu einem Barmittelabfluss von 41 Mio. CHF, gegenüber 3 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Die Cashflow-Generierung hat für den Konzern weiter hohe Priorität. Im zweiten Halbjahr wird sie sich voraussichtlich verbessern, da sowohl die Lagerbestände als auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückgehen werden.
Die Investitionsausgaben lagen mit 71 Mio. CHF auf einem ähnlichen Niveau wie im zweiten Quartal 2012, als 66 Mio. CHF verbucht wurden. In der derzeit unsicheren Wirtschaftslage hat der Konzern weitere Investitionen mit Bedacht getätigt.
Die Nettoverschuldung erhöhte sich auf 1,945 Mrd. CHF, gegenüber 1,789 Mrd. CHF Ende des Jahres 2012 und 1,656 Mrd. CHF am Ende des ersten Quartals. Dieser Anstieg wurde verursacht durch einen negativen Cashflow und die Ausschüttung aus den Reserven aus Kapitalanlagen an Aktionäre im April.
Der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung geteilt durch Eigenkapital) blieb praktisch unverändert bei 66%, gegenüber 67% zum Jahresende 2012.
Ausblick 2013
Infolge der Neupositionierung des Portfolios in den Jahren 2011 und 2012 ist die Rentabilität von Clariant deutlich gestiegen. Dies zeigt sich im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal in einer höheren EBITDA-Marge.
Das Geschäftsumfeld, in dem Clariant tätig ist, hat sich in den vergangenen Monaten nicht wesentlich geändert. Für das zweite Halbjahr erwartet Clariant stabile reife Märkte und eine zunehmende Unsicherheit in Schwellenmärkten.
Vor dem Hintergrund dieses Szenarios wird sich Clariant auf Innovation, Wachstum und Kosteneffizienz konzentrieren. Dadurch werden das Umsatzwachstum in Lokalwährungen und die Rentabilität 2013 weiter steigen. Clariant bestätigt ihre mittelfristigen für 2015 gesetzten Ziele einer EBITDA-Marge von über 17% und einer Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) über dem Branchendurchschnitt.
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Clariant ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialchemie mit Hauptsitz in Muttenz bei Basel/Schweiz. Am 31. Dezember 2012 beschäftigte das Unternehmen insgesamt 21 202 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte Clariant mit seinen fortgeführten Aktivitäten einen Umsatz von 6,038 Mrd. CHF. Das Unternehmen berichtet in vier Geschäftsbereichen: Care Chemicals, Catalysis & Energy, Natural Resources und Plastics & Coatings. Die Unternehmensstrategie von Clariant beruht auf vier Säulen: Steigerung der Rentabilität, Forschung und Entwicklung sowie Innovation, Wachstum in Schwellenmärkten und Repositionierung des Portfolios.
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