
18 Feb 2011
DSM ENGINEERING PLASTICS BRINGT UMWELTFREUNDLICHE VERPACKUNSLÖSUNGEN AUF DEN MARKT
DSM Engineering Plastics, einer der weltweit führenden Hersteller von technischen Thermoplasten, hat eine Reihe innovativer umweltfreundlicher Verpackungslösungen auf den Markt gebracht, um proaktiv auf Marktanforderungen zu reagieren bzw. sie vorwegzunehmen. Hierzu zählen eine neue Lösung zur Verringerung der Lactambelastung bei der Herstellung von BOPA-Folien und bei der Koextrusion von PA-Außenschichten, sowie ferner eine atmungsaktive und kostengünstige Folie als Ersatz für die hochgradig umweltbelastende Zellulose bei Hüllen von Räucherspezialitäten.
Polyamid mit niedrigem Oligomeranteil (LOPA - Low Oligomer Polyamide) für flexible Verpackungen
Nach erfolgreichen Tests, die eine deutliche Verringerung der Lactambelastung belegen, hat DSM Engineering Plastics einen neuen LOPA-Werkstoff auf den Markt gebracht. Bei LOPA handelt es sich um einen verbesserten PA-Werkstoff (Polyamid), mit weniger C1-Monomeren. Im Vergleich zu herkömmlichem PA6, das bei einer Viskosität von RSV 3,0 einen C1-Anteil von circa 18 Prozent aufweist, kann LOPA mit einem deutlich niedrigen Anteil von nur 0,10 Prozent aufwarten. DSM hat LOPA im Juni 2010 auf den Markt gebracht.
Die Herstellung von BOPA-Folien (biaxial verstreckte Polyamidfolien) aus herkömmlichem PA-Kunststoff (PA6) führt zu einer erheblichen Belastung durch Lactame, d. h. intramolekulare (zyklische) Amide. Lactame verdunsten und kondensieren in Form eines feinen weißen Pulvers, das sich an Geräten, Wänden und Decken niederschlägt sowie anschließend leicht in die Umgebungsluft gelangen und von den Arbeitern im Werk eingeatmet werden kann. Grund für diese Verdunstung ist der hohe C1-Gehalt (Caprolactam) des PA6-Kunststoffs.
BOPA-Folien werden für flexible Verpackungen eingesetzt, insbesondere bei Lebensmitteln, da sie einen ausgezeichneten Schutz vor Verderb bieten. Eine typische BOPA-Fertigungslinie kann bis zu 15 Tonnen Lactame in die Umwelt freisetzen. Wegen dieses allgegenwärtigen Pulvers müssen die Strecköfen und das gesamte Werk häufig gereinigt werden, was kostspielig ist und die Arbeitsabläufe unterbricht. Bedenklicher ist jedoch, dass bei längerfristigem Einatmen und Absetzen in der Lunge möglicherweise eine Gesundheitsgefährdung für die Arbeiter besteht. Insgesamt beeinträchtigt die Freisetzung von Lactamen die Luftqualität und stellt somit eine Umweltbelastung dar.
Während sich viele BOPA-verarbeitende Betriebe mittlerweile mit Lactamen als einem unangenehmen aber offenbar unvermeidlichen Nebenprodukt der Folienproduktion abgefunden haben, hat DSM Engineering Plastics nun die Initiative ergriffen und einen verbesserten Polyamidwerkstoff entwickelt, der deutlich weniger Lactame freisetzt und somit auf einen nicht explizit geäußerten aber umso dringlicheren Bedarf der Branche eingeht.
Laut Kundenrückmeldungen, die anlässlich einer DSM-Veranstaltung über Folien im Juni 2010 gesammelt wurden, zeigten sich zahlreiche BOPA-verarbeitenden Betriebe sehr beeindruckt, dass DSM hier proaktiv auf ein chronisches Problem der Branche eingegangen ist und es geschafft hat, einen leistungsstarken Werkstoff mit deutlich verringerten Umweltauswirkungen zu entwickeln.
Arnitel/Akulon-Mischung für Hüllen von Räucherspezialitäten
Die Hüllen, die bei der Herstellung von Würsten, Schinken, Käse und anderen geräucherten Spezialitäten verwendet werden, müssen durchlässig sein, damit der Rauch an das jeweilige Lebensmittel gelangen und ihm sein besonderes Aroma und seine besondere Farbe verleihen kann. Derzeit werden Hüllen für Räucherspezialitäten vor allem aus Naturdarm, Kollagen oder Zellulose hergestellt. Es bestand jedoch ein Bedarf nach einer neuen Lösung für Räucherhüllen, die eine bessere Umweltbilanz und einen geringeren Preis aufweist, wobei Polymere hier bisher wegen der mangelnden Durchlässigkeit keine Verwendung fanden.
DSM Engineering Plastics hat nun seine Einsicht in die spezifischen Anforderungen der Kunden mit seiner Fachkompetenz zusammengeführt, um aus dem hochgradig atmungsaktiven Kunststoff Arnitel VT (Vapour Transmission, also „dampfdurchlässig“) und dem Polyamid-6-Kunststoff Akulon (PA6) eine patentierte Lösung für neue Räucherhüllen zu entwickeln. Auf diese Weise können die Kunden die mit Zellulose verbundenen schwerwiegenden Umweltbelastungen vermeiden und zugleich deutliche Kosteneinsparungen erzielen.
Durch die Zugabe von bis zu 40 Prozent Arnitel VT lässt sich die Durchlässigkeit von Akulon erheblich steigern, so dass der Rauch durch die Hülle dringen und die Wurst oder den Schinken darin erreichen kann.
In manchen Fällen lässt sich die Herstellung von Räucherspezialitäten auf diese Weise von drei auf einen Schritt vereinfachen und dabei sogar eine Qualitätssteigerung erzielen, da das Polymer mit einer ausgezeichneten Rauchdurchlässigkeit aufwarten kann.
Zugleich entfaltet Arnitel VT, da es sich um eine monolithische Technologie ohne Mikroporen oder Perforationen handelt, eine äußerst zuverlässige Sperrwirkung gegen Sauerstoff und Verunreinigungen und gewährleistet auf diese Weise die Lebensmittelsicherheit sowie eine lange Haltbarkeit.
Nach Auskunft von Paul Habets, Global Segment Manager bei DSM Engineering Plastics, haben bereits eine ganze Reihe von Kunden diese einzigartige Werkstoffmischung für die Herstellung von Räucherhüllen für Schinken und Wurst eingeführt: „Unsere Lösung aus Arnitel VT und Akulon ermöglicht diesen Kunden die Herstellung einer Hülle zu einem besonders wettbewerbsfähigen Preis, so dass sie nun auch neue Marktsegmente ins Visier nehmen können, auf denen traditionell Hüllen aus Zellulose dominierten.“
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Hinweise für Redakteure
DSM Engineering Plastics
DSM Engineering Plastics ist einer der weltweit führenden Hersteller von technischen Qualitätsthermoplasten und darauf ausgerichtet, den Kundennutzen durch nachhaltige Lösungen zu steigern, die auf dem DSM-Leitbild „People, Planet & Profit“ basieren. DSM Engineering Plastics erschließt innovative Möglichkeiten für Kunden, die in der Konstruktion oder Fertigung von elektrotechnischen Produkten, Elektronikgeräten, Fahrzeugen, Barriereverpackungsfolien sowie im Maschinenbau und in der Extrusionsbranche tätig sind. Das Produktportfolio von DSM Engineering Plastics umfasst ein breit gefächertes Spektrum von Hochleistungsmaterialien, einschließlich Akulon® sowie Novamid® 6 und 66 Polyamide, Arnitel® thermoplastische Copolyester (TPC), Arnite® thermoplastische Polyester (PBT, PET), Yparex® extrudierbare Klebstoffe und Stanyl® PA46-Hochtemperaturpolyamide. Vor kurzem hat das Unternehmen mit Stanyl® ForTii™ das erste neue Polymer des 21. Jahrhunderts eingeführt und sein Portfolio um zwei biobasierte technische Kunststoffe für Hochleistungen, EcoPaXX™ und Arnitel® Eco, erweitert. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Gruppe mit ca. 1600 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von EUR 648 Millionen. Weitere Details: www.dsmep.com.
DSM – das Life Sciences and Materials Sciences Unternehmen
Royal DSM N.V. entwickelt Lösungen, die ernähren, schützen und die Leistung steigern. Zu seinen Endmärkten zählen die Ernährung und Gesundheit von Mensch und Tier, die Bereiche Körperpflege und Pharmazeutik, die Automobilindustrie, Beschichtungen, Lacke und Farben, Elektrotechnik und Elektronik, der Schutz des Lebens und die Bauindustrie. Die Geschäftsaktivitäten von DSM ruhen auf drei Säulen: wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Umweltschutzqualität und soziale Verantwortung. Alle drei Bereiche werden gleichzeitig und parallel zueinander verfolgt. DSM erwirtschaftet einen Jahresnettoumsatz von ungefähr 8 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 22.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ganzen Welt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und Produktionsstandorte auf fünf Kontinenten. DSM ist gelistet an der Euronext Amsterdam. Weitere Informationen über DSM stehen zur Verfügung unter: www.dsm.com.
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Akulon®, Arnite®, Arnitel®, EcoPaxx™, Stanyl®, Stanyl® ForTii™, Novamid® und Yparex® sind eingetragene Warenzeichen der Royal DSM N.V.
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(Foto: DSM Engineering Plastics: DSMPR290)
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