
15 Oct 2024
Envalior auf der Fakuma 2024
- Nachhaltige Hochleistungsthermoplaste für die Kreislaufwirtschaft.
- Materiallösungen für Schlüsseltrends der Zukunft wie Elektromobilität, Wassermanagement und Leichtbau.
Düsseldorf, 15. Oktober 2024 – Envalior stellt auf der Fakuma 2024 nachhaltige Kunststoffe in den Mittelpunkt seines Auftritts. Außerdem präsentiert der führende Anbieter von technischen Konstruktionswerkstoffen Materiallösungen für Schlüsseltrends der Zukunft wie Elektromobilität, Brennstoffzellentechnik, autonomes Fahren, Leichtbau, regenerative Energieerzeugung, Wassermanagement oder die Digitalisierung des Alltags. Die Fakuma findet vom 15. - 19. Oktober 2024 in der Messe Friedrichshafen statt. Der Stand von Envalior hat die Nummer 4302 und befindet sich in Halle B4.
„Wir wollen zeigen, dass unsere bio- und rezyklatbasierten Material- und Technologielösungen einen großen Schritt hin zu zirkulären Stoffkreisläufen leisten. Unser Ziel ist, unser komplettes Portfolio bis 2030 auch auf Bio- und/oder Rezyklatbasis anzubieten, um den Aufbau von Stoffkreisläufen bei Kunststoffen weltweit zu unterstützen“, erklärte Dr. Tim Arping, Director Segment Innovation & Advanced Development bei Envalior.
Stärke von Envalior ist sein breit gefächertes Portfolio, das von technischen Kunststoffen wie Polyamid 6 und 66 oder Polybutylenterephthalat (PBT) bis hin zu Hochleistungsthermoplasten wie Polyphenylensulfid (PPS) oder Hochtemperatur-Polyamiden wie Polyamid 46 (PA 46) und Polyphthalamid (PPA) reicht. „Mit diesem Sortiment können wir sehr unterschiedliche und anspruchsvolle Materialanforderungen kunden- und anwendungsspezifisch erfüllen“, so Arping.
Zu den Highlights auf dem Stand von Envalior zählen zum Beispiel:
Biozirkulär basiertes PBT Pocan® als Drop in-Ersatz für fossile Produkte
Erstmals präsentiert Envalior auf der Fakuma die neue PBT-Produktreihe Pocan® X-MB, die auf biozirkulärem 1.4-Butandiol (BDO) basiert. Rohstoff für das Bio-BDO ist Altspeiseöl. Der Anteil an nachhaltigem Material im PBT-Basisharz liegt bei 26 Prozent und ist nach ISCC Plus („International Sustainability and Carbon Certification“) zertifiziert. Er lässt sich auf über 70 Prozent steigern, wenn in den Compounds zusätzlich zum bio-BDO Rezyklatglasfasern sowie PET aus Post Consumer-Rezyklaten zum Einsatz kommen. Die CO2-Fußabdrücke der neuen Produkte sind im Vergleich zu entsprechenden Standard-Compounds mehr als 30 Prozent niedriger.
Eye-catcher in Sachen Nachhaltigkeit ist auf dem Stand von Envalior der leichte Bürostuhl Remode des niederländischen Herstellers Koninklijke Ahrend. Er besteht zu mehr als zwei Dritteln seines Gewichts aus einem glasfaserverstärkten Polyamid-Rezyklat Akulon® RePurposed von Envalior, das zu einem großen Anteil aus im Meer zurückgelassenen Fischernetzen gewonnen wird. Ein weiterer Anteil des Compounds stammt aus Post Industrial-Abfällen.
Xytron® für Komponenten von Brennstoffzellen
Die emissionsarme Brennstoffzellentechnologie ist ebenfalls Thema auf dem Stand von Envalior. Für Komponenten dieser Systeme wurden PPS-Hochleistungscompounds Xytron® maßgeschneidert, die eine äußerst geringe Ionenauswaschung zeigen. Dadurch ist u. a. sichergestellt, dass die Zellmembranen nicht kontaminiert werden und dadurch Effizienz und Verlässlichkeit der Zellen über der Lebensdauer leiden. Darüber hinaus sind die Compounds – wie etwa Xytron® G4080HR – äußerst hydrolysebeständig und dimensionsstabil in flüssigen Zellmedien. Mit diesem Eigenschaftsprofil sind sie in diesen Anwendungen anderen Kunststoffen überlegen.
Akulon® und Durethan® für Wasserstoffhochdrucktanks
Auch für Wasserstoff-Hochdrucktanks von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen oder mit Motoren für die direkte Verbrennung des Gases hat Envalior serienreife Materialien entwickelt. Mit Akulon® Fuel Lock und Durethan® BC550Z stehen Polyamid 6-Compounds bereit, die im Vergleich zu anderen Kunststoffen eine sehr hohe Barrierewirkung gegen Wasserstoff zeigen und daher sehr dichte Tanks ergeben. Außerdem sind diese Compounds sehr tieftemperaturzäh, was der Sicherheit zugutekommt. Dank ihrer hohen Schmelzesteifigkeit sind mit ihnen auch große Tank-Liner für Lkw mit Längen von über zwei Metern blasformbar.
Tepex® und Durethan® für den leichten Dachquerträger eines Cabriolet-Stoffverdecks
Als Beispiel für das Leichtbaupotenzial seiner Composites Tepex® und Compounds Durethan® zeigt Envalior auf der Fakuma einen Polyamid-Dachquerträger für das Stoff-Akustikverdeck eines neuen Premium-Cabriolets. Substituiert wird in dieser Anwendung Magnesium. Wegen der Designfreiheit, die die Kunststoffe bieten, und der Flexibilität bei der Werkstoffauswahl konnte der Dachhimmel bis zu den A-Säulen ausgeweitet werden. Dadurch wirkt der Fahrzeuginnenraum homogener, harmonischer und eleganter. Darüber hinaus ist die Umsetzung in Polyamid 700 Gramm leichter als die bisherigen Ausführungen in Magnesium, und es können 50 Prozent der notwendigen Komponenten eingespart werden.
Stanyl® für Lagerkäfige von Hochgeschwindigkeitskugellagern
Envalior stellt auf der Fakuma verschiedene Stanyl® Polyamid 46-Produkte vor, die sich sehr gut zum Bau kleiner Lagerkäfige für Wälzlager in hybriden und vollelektrischen Antriebssträngen eignen. Die Compounds sind den extremen dynamisch-mechanischen, tribologischen und thermischen Belastungen gewachsen, denen Lagerkäfige von Hochgeschwindigkeitskugellagern ausgesetzt sind. Ihre Steifigkeit und Festigkeit ermöglicht es, diese Käfige kompakt, leicht und dünnwandig auszulegen. Die miniaturisierten Lagerkäfige halten den extrem hohen Zentrifugalkräften stand, die in den Lagern bei hohen Drehzahlen von bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute auftreten. Die Polyamid 46-Compounds sind in dieser Anwendung vor allem wegen ihrer Leistungsfähigkeit bei hohen Temperaturen Compounds auf Basis von Polyamid 66 überlegen und bei Hochgeschwindigkeitskugellagern, die Temperaturen bis 150 °C aushalten müssen, eine kostengünstige Alternative zu Polyetheretherketonen (PEEK).
PTFE-freies Stanyl® für Zahnräder und Lager
Eine weitere Innovation bei Stanyl®, die ebenfalls auf bewegte Teile zielt, sind PTFE-freie Materialvarianten. PTFE (Polytetrafluorethylen) wird vielen Kunststoffen zur Verbesserung ihrer tribologischen Eigenschaften zugefügt, ist aber als per- und polyfluorierte Alkylverbindung (PFAS) aus regulatorischen Gründen unter Druck geraten. Die PTFE-freien Stanyl®-Compounds zeichnen sich vor allem durch exzellente Verschleißfestigkeiten und ein optimales Reibungsverhalten aus. Das prädestiniert sie für Anwendungen, in denen es auf exzellente Gleit-, Reib- und Abriebeigenschaften ankommt – wie Zahnräder und Lager. Mit ihnen sind Zahnräder herstellbar, die bei ähnlicher Leistung und vergleichbaren Kosten kleiner und leichter sind als Zahnräder aus PTFE-haltigem Polyoxymethylen.
EcoPaXX® und ForTii® für Sanitär- und Heizungsbauteile mit Heißwasserkontakt
Envalior hat sein Portfolio an zertifizierten Produkten für den Trinkwasserkontakt um EcoPaXX® Q-DWX12, ein zu 60 Prozent glasgefülltes PA 4.10, und ForTii® WX12-FC, ein zu 40 Prozent glasgefülltes PPA, erweitert. Beide Werkstoffe ermöglichen im Vergleich zu früheren Materialvarianten der Produktfamilie mit weniger Glasgehalt präzisere, festere und steifere Bauteilkonstruktionen und eignen sich gut für den Einsatz in Sanitäranwendungen, Wasseruhren und Komponenten von Warmwassergeräten.
Das neue PA 4.10 ist für den Kontakt mit warmem und heißem Wasser zertifiziert und bietet hervorragende Oberflächenqualitäten, was zu einer besseren Abdichtung beiträgt. Es zeigt ein hohes mechanisches Leistungsniveau in feuchter Umgebung und ein breites Verarbeitungsfenster. Eingesetzt wird es bereits als Ersatz für Messing in wandmontierten Gehäusen von Duschthermostaten. Das neue PPA ist für den Heißwasserkontakt zertifiziert und hat ein hervorragendes Fließverhalten. Außerdem lässt es sich im Vergleich zu typischen PPAs mit hoher Glasübergangstemperatur bei niedrigeren Werkzeugtemperaturen verarbeiten. Mögliche Anwendungen sind zum Beispiel Ventile und Hydraulikgruppen von Heizungen.
Arnitel® für Zwischensohlen von Sportschuhen
Weiterhin geht es bei Envalior auf der Fakuma darum, wie das Spezialprodukt Arnitel® die Laufleistung von Sportschuhen verbessert. Das thermoplastisches Copolyester-Material bietet den einzigartigen Vorteil, dass es die Leistung und Haltbarkeit von Zwischensohlen in Sportschuhen optimiert. Entwickelt wurde ein einzigartiges Produktportfolio für verschiedene Schäumungstechnologien, die die Möglichkeit bieten, erstklassige Rebound-Eigenschaften in Kombination mit einer längeren Lebensdauer gegenüber PEBA (Polyetherblockamid) zu erzielen. Diese Leistung wird unter allen Laufbedingungen erreicht. Darüber hinaus bietet Envalior Materiallösungen mit geringem Kohlenstoff-Fußabdruck an, um den Kohlenstoff-Fußabdruck der Schuhe insgesamt zu verringern. Mit Arnitel® hergestellte Zwischensohlen sind im Handel erhältlich. Envalior arbeitet aktiv daran, ihre Verwendung auszuweiten.
Nähere Informationen zu den Produkten, Nachhaltigkeitszielen und Serviceleistungen von Envalior finden sich unter www.envalior.com/en-us/products.html.
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Über Envalior
Envalior ist ein global führendes Unternehmen im Bereich Engineering Materials mit über 4.000 Mitarbeitern weltweit. Das Unternehmen wurde 2023 durch den Zusammenschluss von Lanxess Performance Materials und DSM Engineering Materials gegründet. Mit einer langen Erfolgsgeschichte kundenorientierter Innovationen ist Envalior auf die Entwicklung nachhaltiger und leistungsstarker Materiallösungen spezialisiert. Zu den Schwerpunktmärkten zählen Automotive, New Mobility, Elektronik und Elektrotechnik sowie Konsumgüter. Weitere Informationen finden Sie unter www.envalior.com.
Disclaimer
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen spiegeln den Kenntnisstand von Envalior zum Zeitpunkt der letzten Überarbeitung dieses Dokuments wider. Alle getätigten Aussagen sind rechtlich unverbindlich und stellen keine Garantie oder Gewährleistung für eine bestimmte Verwendung dar. Es liegt in der Verantwortung unserer Kunden, die Eignung eines bestimmten Envalior-Produkts für den vorgesehenen Verwendungszweck zu überprüfen.
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Envalior stellt auf der Fakuma 2024 nachhaltige Kunststoffe und Materiallösungen für Schlüsseltrends der Zukunft wie Elektromobilität, Brennstoffzellentechnik, Leichtbau, regenerative Energieerzeugung, Wassermanagement oder Digitalisierung in den Mittelpunkt seines Auftritts.
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