
24 Aug 2005
GE erweitert seine Aufpralltesteinrichtungen zur Unterstützung von Automobilherstellern bei der Einhaltung kommender Vorschriften zum Fußgängeraufprallschutz
BERGEN OP ZOOM, NIEDERLANDE – 24. August 2005 - Die Installation einer neuen Testanlage zum Fußgängeraufprallschutz im japanischen Moka Technology Center von GE Advanced Materials wird Automobilhersteller und –zulieferer bei der Validierung neuer Materialtechnologien für Sicherheitssysteme im Fahrzeugvorderteil unterstützen. Zielsetzung hierbei ist die Einhaltung neuer Vorschriften zur Fußgängersicherheit. GE geht davon aus, dass seine aktualisierten Testeinrichtungen die Entwicklung von thermoplastischen Energieabsorptionssystemen, insbesondere bei Fahrzeugteilen wie Stoßfängerträgern, Kotflügeln, Motorhauben, Kühlergrillen, Aufsatzteilen und Scheibenwischersystemen, beschleunigen werden. Diese neue Testeinrichtung vervollständigt die von GE Advanced Materials bereits getätigten Investitionen zur Entwicklung und Validierung unternehmensintern entwickelter Computeranalysetechniken zur Voraussage des Fußgängeraufprallverhaltens von Fahrzeugen.
GE hat kürzlich seine umfassende Automobilaufprall-Testausrüstung im Moka Technology Center aktualisiert, um Geschwindigkeit und Umfang seiner Analysefähigkeiten auf diesem Gebiet zu verbessern. Diese Verbesserungen umfassen die Hinzufügung von Fußgängeraufprall-Testeinrichtungen zusätzlich zu der vorhandenen Anlage zur Stoßfängeraufprallanalyse. Jetzt kann das Zentrum neben Pendeltests auch die Auswirkungen des Fahrzeugaufpralls auf Kopf und Beine von Fußgängern testen. Weiterhin bietet es Aufpralltests sowohl für die Bestimmungen der Economic Commission for Europe (ECE) als auch der Federal Motor Vehicle Safety Standards (FMVSS) an; Mast- und Winkelaufpralltests für das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) stehen ebenfalls zur Verfügung. Das Zentrum verfügt außerdem über die Fähigkeiten zum Kopfform- und Knieschutz-Aufpralltest in Fahrzeuginnenräumen.
Jedes Jahr sterben in der Europäischen Gemeinschaft laut Schätzungen 7.000 Fußgänger bei Verkehrsunfällen infolge eines Frontalaufpralls, und mehrere hunderttausend Fußgänger erleiden Verletzungen. Diese Statistik hat das European Enhanced Vehicle Safety Committee (EEVC) zur Erstellung einer neuen Gesetzgebung bewogen, welche die Automobilindustrie zwingt, neue Fahrzeuge zu testen und zu überwachen, um ihre Fußgängerschutzleistung in Bezug auf Kopf- und Unterschenkelaufprall beurteilen zu können. Die neue Gesetzgebung wird in Europa im Oktober 2005 in Kraft treten.
Ähnliches gilt für Japan: Dort hat das Japan New Car Assessment Program (J-NCAP) ein Gesetz über den Kopfaufprallschutz entworfen, das im September 2005 in Kraft treten wird. J-NCAP entwickelt zur Zeit unterschiedliche Arten von Gesetzen zum Unterschenkelschutz, die 2010 in Kraft treten sollen. Andere Länder erwägen eine ähnliche Gesetzgebung. In der Zwischenzeit werden für den Export nach Europa und Japan bestimmte Fahrzeuge die Bestimmungen zum dortigen Fußgängerschutz erfüllen müssen.
GEs erweiterte Einrichtungen zum Fußgängeraufpralltest gestatten Kopfaufpralltests mit Kinder- und Erwachsenenkopfformen gemäß den J-NCAP-Vorschriften sowie Unterschenkelaufpralltests gemäß den EEVC WG 17-Vorschriften, deren Inkrafttreten in Europa gegen Ende des Jahres erwartet wird. Die Hochdruck-Stickstoff-/Hydraulikanlage, die von S-Tech Inc. aus Saitama, Japan, gebaut wurde, kann Aufprallgeschwindigkeiten von bis zu 45 km/h erzielen. S-Tech hat die Kopfformen geliefert, während die Unterschenkelformen von TRL aus Wokingham, England, stammen.
GE hat ca. 250.000 US$ in die Testeinrichtungen zur Fußgängeraufprallsicherheit im Zentrum investiert. Die folgenden Bereiche haben von der Investition profitiert:
• Modifikationen an der Stoßfängeraufprall-Testmaschine des Zentrums gestatten die Durchführung von Fußgängeraufpralltests;
• Aktualisierungen der Steuerungs- und Datenprotokollierungssoftware: diese betreibt die Testmaschine, erfasst die Testdaten und bietet Berichts- und Datenverwaltungsfunktionen;
• Installation einer neuen digitalen Hochgeschwindigkeits-Videoanlage zur Aufzeichnung jedes Aufpralltests in Echtzeit;
• Ausbildung der Ingenieure/Techniker und Anlagenbediener;
• Verbrauchsmaterialien (unterschiedliche Teile der Kopf- und Beinformen, die nach jedem Test ersetzt oder kalibriert werden müssen);
• Behördliches Sicherheitszertifikat für das Hochdruckgas-Lagerungssystem für Tests am Zentrum.
Die Testausrüstung wird die Entwicklung neuer Energieabsorptionstechnologien von Kraftfahrzeug-OEMs durch die Validation computerentworfener Energieabsorptionseigenschaften mittels wirklichkeitsgetreuer Aufpralltests unterstützen. Diese Energieabsorptionseigenschaften werden in Stoßfängern, vorderen Karosserieverkleidungen und sonstigen Komponenten im vorderen Fahrzeugbereich zur Anwendung kommen. Mehrere OEMs verfügen bereits über diese Fähigkeiten, jedoch sind ihre Maschinen mit der Durchführung von Fußgängeraufpralltests für Serienwagen mit den gegenwärtigen Energieabsorptionstechnologien vollkommen ausgelastet.
GE schätzt, dass die Entwicklung eines neuen Energieabsorptionssystems drei bis sechs Monate dauert. Darin enthalten sind der technische Entwurf, die Computersimulation des neuen Designs und die Fertigung eines Prototypen, gefolgt von Tests der tatsächlichen Teile. Der Zeitplan für den Einbau neuer Aufprallschutzsysteme in Serienfahrzeugen hängt von den Plänen der einzelnen OEMs ab. Die Entwicklungsarbeit der OEMs auf diesem Gebiet wird allerdings durch die neue Gesetzgebung in Japan und Europa beschleunigt.
Technische Thermoplaste können aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften in Formen entworfen werden, die Energie auf eine sehr effiziente Weise absorbieren. Das bedeutet, dass weniger Raum zur Absorption einer gegebenen Energiemenge erforderlich ist als bei herkömmlichen Absorptionstechnologien. Aufgrund des Trends im modernen Fahrzeugdesign zur Verringerung des „Paketraums” für energieabsorbierende Systeme bieten thermoplastische Materialien hier einen einzigartigen Vorteil. Plastikwerkstoffe weisen außerdem im Vergleich mit Stahlsystemen ein geringeres Gewicht auf.
„Unsere neuen Fähigkeiten werden GE Advanced Materials gestatten, die Verwendung thermoplastischer Energieabsorptionssysteme für den Fußgängeraufprallschutz durch die Unterstützung von OEM-Entwicklungen in diesem Bereich zu beschleunigen”, sagt Takaaki Nemoto, Leiter Global Application Technology, Design and Engineering von GE Advanced Materials.
„Aufgrund der vollständigen Auslastung der OEM-Testeinrichtungen durch Tests für neue Fahrzeuge ist GE Advanced Materials jetzt in der Lage, OEMs seine umfangreichen Erfahrungen mit Tests und Entwicklung neuer Systeme zur Erfüllung kommender globaler Anforderungen anzubieten.”
Automobil-OEMs, die GEs Materialien zur Entwicklung neuer Energieabsorptionssysteme einsetzen, können die GE-Testeinrichtung kostenfrei nutzen. Interessierte Unternehmen wenden sich bitte an Hideyuki Itoi, Part Performance Manager, Pazifischer Raum, von GE Advanced Materials unter der Telefonnummer: 81-285-80-2304; E-Mail: hideyuki.itoi@ge.com.
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GE Advanced Materials(www.geadvancedmaterials.com) ist ein weltweit führender Anbieter von technisch höchst fortschrittlichen Werkstofflösungen. Die Unternehmenszentrale befindet sich in Pittsfield, Mass., und die GE-Geschäftsbereiche umfassen: Plastik, Silikone, Quarz, Automobilindustrie, Spezialfilme & -platten, Polymerformen sowie Dichtungs- und Haftmittel.
GE (NYSE: GE) unterstützt die Initiative „Imagination at Work“ – es ist ein diversifiziertes Unternehmen für Technologie, Medien und Finanzdienstleistungen, das sich auf die Lösung einiger der größten Probleme der Welt konzentriert. Mit Produkten und Dienstleistungen von Flugzeugtriebwerken, Energieerzeugung, Wasseraufbereitung und Sicherheitstechnologie zu medizinischer Bildgebung, Unternehmens- und Konsumentenfinanzierung, Medieninhalten und fortschrittlichen Werkstofflösungen bedient GE Kunden in über 100 Ländern und beschäftigt weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie auf der General Electrics Website unter www.ge.com.
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