12 Mar 2004
UV-EMPFINDLICHKEIT GEFÄHRDET PET-VERPACKTE PRODUKTE
STUDIEN ZEIGEN: UV-ABSORBER VERLÄNGERN DIE LAGERFÄHIGKEIT
Forschungsergebnisse von Milliken & Company, einem führenden Anbieter hoch leistungsfähiger Kunststoffadditive, unterstreichen die schädliche Auswirkung von UV-Licht auf Getränke, Lebensmittel und andere Verbraucherprodukte in PET-Behältern – eine ernsthafte Herausforderung für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie.
„Bei den Studien zu den möglichen Gefahren für PET-verpackte Verbraucherprodukte zählt die UV-Einstrahlung zu den über alle Segmente und Regionen der Branche hinweg am wenigsten untersuchten, am wenigsten verstandenen und zugleich komplexesten Einflussgrößen,“ sagt Michael Purcell, Market Manager für den Geschäftszweig Milliken Chemical von Milliken & Company, einem führenden Hersteller von Chemikalien und Textilien.
Komplexe Reaktionsmatrix
„Während globale Markenartikler danach streben, ihre Zuwachsraten durch die Entwicklung neuer Produkte und Verpackungen, mit denen sich erneutes Konsumverhalten stimulieren lässt, zu steigern, stehen wir erst am Anfang der Erkenntnisse über das Gefährdungspotenzial der UV-Strahlen für Getränke, Lebensmittel und Körperpflegeprodukte,“ so Purcell weiter. „In unseren Studien haben wir beispielsweise festgestellt, dass das UV-Licht und diverse Bestandteile in Getränken eine äußerst komplexe Wechselwirkung entfalten, die sich oft auf unerwartete Weise negativ auf elementare markentypische Eigenschaften auswirken kann, wie Farbe, Geschmack und Nährwert.“
Purcell trug das Thema auf der Barrier PET-Packaging & Shrink Sleeves Conference vor, einer Industrietagung, die vom 10. bis 12. Februar 2004 in Brüssel stattfand. Dabei berichtete er sich ausführlich über die laufende Forschungsarbeit von Milliken Chemical, in deren Rahmen umfassende Tests zur Auswirkung von UV-Licht auf Getränke in PET-Behältern durchgeführt wurden.
Die Wissenschaftler von Milliken hatten zu diesem Zweck handelsübliche Verkaufsumgebungen simuliert und in gekühlten UV-Kammern beschleunigte UV-Tests durchgeführt, um den Einfluss der UV-Strahlung auf die Getränke bei unterschiedlichen Belichtungs- und Abschirmungsgraden zu untersuchen.
„Zu den wichtigsten Resultaten dieser Arbeit zählen die gewonnenen Einsichten in die extreme Komplexität der UV-Einwirkung auf Getränke,“ erläutert Purcell. „So wirkt das UV-Licht auf Farbe, Geschmack und nährwerte Inhaltsstoffe nicht nur im Einzelnen, sondern es existiert auch ein Matrixeffekt in dessen Rahmen der Lichteinfluß auf eine Komponente Folgereaktionen mit den anderen Getränkebestandteilen auslöst .“
Beispiel: Zitronensäure und Spurenmetalle können unter Einwirkung von
UV-Licht zur Destabilisierung der Produktfarbe führen, z.B. während Vitamin B12 allein recht stabil ist, wird es bei Kontakt mit Vitamin C und UV-Licht abgebaut.
Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass Geschmack und Nährstoffinhalte im Vergleich zur Farbe weitaus empfindlicher auf UV-Licht reagieren. Purcell dazu: „Obwohl die durch UV-Einwirkung hervorgerufene Verfärbung offensichtlich ist und sich daher leicht dokumentieren lässt, ist die Farbe nach unseren Untersuchungen nur das drittschwächste Glied im Produkt.
UV-anfälligste Komponente ist der Geschmack, gefolgt von den Vitaminen.“
UV-Schutz bis 370 nm unzureichend
Die Milliken-Forschung hat außerdem gezeigt, dass es für den angemessenen Schutz von Farbe, Geschmack und Nährwert eines Produkts über die Dauer der Lagerung bis zum endgültigen Verbrauch hinweg entscheidend auf das Ausmaß der UV-Stabilisierung des PET-Behälters ankommt.
„Die Industrie hat in diesem neuen F&E-Feld noch keinen allgemein gültigen Standard für die UV-Stabilität von PET-Behältern entwickelt,“ sagt Purcell. „Während einige PET-Additive die UV-Einstrahlung im spektralen Bereich bis 370 nm absorbieren, zeigen unsere Studien, dass ein zuverlässiger UV-Schutz der verpackten Produkte auch die Wellenlängen bis 390 nm einbeziehen müsste. Konkret bedeutet das PET-Behälter, die maximal nur 5% der UV-Strahlen bei 390 nm durchlassen.“
In den Milliken-Untersuchungen wurden abhängig von der UV-Abschirmung bis 370 oder
Leseranfragen
Milliken & CompanyVeerle de Wolf
Ham 18-24
B-9000 GENT
Belgium
Hinweise für Redakteure
ClearShield® wird von Milliken Chemical hergestellt und vermarktet. Das in Spartanburg (South Carolina, USA) ansässige Unternehmen mit regionalen Zentralen in Gent (Belgien), Singapur und São Paulo (Brasilien) gehört zur Geschäftseinheit Milliken Chemical & Industrial Specialties von Milliken & Company und gilt mit Millad® 3988 und ClearTint® als einer der globalen Marktführer im Bereich der Clarifier (Klarmodifikatoren) und Farbmittel für Kunststoffanwendungen. Zu den weiteren namhaften Polymeradditiven im Angebot von Milliken Chemical zählen neben ClearShield® auch Hyperform® Nukleierungsmittel. Weitere Informationen: Milliken Chemical, Ham 18 24, B 9000 Gent, Belgien, Tel. +32.9.265.1084, oder www.clearpp.com im Internet.
Milliken & Company, mit Stammsitz in Spartanburg, ist eine der weltgrößten Chemie- und Textilunternehmensgruppen in privater Hand. Die Produktpalette reicht von Geweben und Garnen für Heimtextilien, Industrieanwendungen, Fahrzeugbau und Bekleidungsindustrie bis hin zu Verpackungs , Textil- und Feinchemikalien. ClearShield®, ClearTint®, Hyperform® und Millad® sind eingetragene Warenzeichen von Milliken & Company.
ClearShield®, ClearTint®, Hyperform® und Millad® sind eingetragene Warenzeichen von Milliken & Company.
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