
11 Jun 2012
DAS FORSCHUNGSINSTITUT FRAUNHOFER LBF ENTSCHEIDET SICH FÜR DEN HYDRAULISCHEN SIMULATIONSTISCH VON MOOG, UM KFZ-KOMPONENTEN UND BATTERIEN ZU TESTEN
East Aurora, NY, USA, 11. Juni 2012 – Moog Industrial Group, ein Geschäftsbereich von Moog Inc. und führender Anbieter von Hochleistungs-Testsystemen für die Märkte der Automobilindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt, erhielt vom Fraunhofer LBF, dem deutschen Institut für die Erforschung der Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit, den Auftrag ein komplettes Testsystem zu liefern, um eine Integration zu einer Klimakammer und einem Sicherheitssystem für Batterietests herzustellen. Das Testsystem besteht aus einem hydraulischen Hochfrequenz-Simulationstisch von Moog und einem Echtzeit-Controller, einschließlich Moog-Bedienertest und Anwendungs-Software.
Automobilhersteller und unabhängige Testlabors simulieren mit den Hochfrequenz-Simulationstischen von Moog in der Praxis vorkommende Strukturbelastungen und Schwingungen in bspw. folgenden Anwendungen: Antriebsstrang-Komponenten, Bauteile im Innen- und Außenbereich, Sitze, Lenksäulen-Komponenten, Batterien und Kühlsysteme. Das Fraunhofer LBF will das System hauptsächlich für das Entwickeln und Testen elektrischer Autobatterien und Energie-Management-Systeme einsetzen.
Das Testsystem ist für Frequenzen von bis zu 200 Hz ausgelegt. Im Vergleich hierzu ist der hydraulische Standardsimulationstisch von Moog auf Frequenzen von bis zu 100 Hz beschränkt. Dadurch ist der hydraulische Hochfrequenz-Simulationstisch von Moog in der Lage, Prüfkörper in simulierten Betriebsumgebungen mittels höherer Frequenzen zu testen. So kann Fraunhofer LBF das Verhalten von Prüfkörpern unter den extremsten und realistischen Bedingungen untersuchen.
Mit dem Testsystem wird das Fraunhofer LBF die Leistung elektrischer Autobatterien besser bewerten können, und die Automobilindustrie bei der Erforschung und Entwicklung von Batterien und Elektrofahrzeugen unterstützen. Beim Testen werden die Batterien Fahrtsimulations- und Schwingungstests unterzogen, um die Leistung und Haltbarkeitsaspekte unter "realen" Bedingungen zu messen. Ein virtuelles Modell wird den Stromverbrauch simulieren und das Laden und Entladen der Batterien während einer Fahrt messen. Der Test umfasst alle stromverbrauchenden KFZ-Teile, wie Elektromotor, Servolenkung, Scheibenwischer, Fenster, Scheinwerfer, Audiosystem, Heizung usw.
Projektleiter Dr. Chalid el Dsoki vom Zentrum für Systemzuverlässigkeit - Elektromobilität des Fraunhofer LBF kommentiert: „Wir waren auf der Suche nach einem langfristigen Partner mit umfassenden Erfahrungen in der Lieferung von Hochleistungs-Testsystemen, der dazu bereit ist, gemeinsam mit uns, den neusten Stand der Technik zu überschreiten. Moog erfüllte diese Bedingungen und konnte Frequenzen von bis zu 200 Hz in Kombination mit spezifischen Masse- und Taktspezifikationen erreichen. Dank des Hochfrequenz-Simulationstisches können wir - im Unterschied zu herkömmlichen Simulationstischen - die Bedingungen simulieren, die bei höheren Frequenzen und Temperaturen auftreten. Hierdurch gewinnt unser Testprozess an Wert, und wir erreichen eine in Deutschland einzigartige Testqualität. Ein weiterer wichtiger Vorteil des Systems besteht darin, dass die hohe Leistungsfähigkeit und Flexibilität mit einem geringen Laborplatzbedarf kombiniert werden können."
Neben dem Simulationstisch wird Moog einen 6-Kanal- Automobil Test Controller und die "Moog Integrated Test Suite"-Software, einschließlich der Software-Module "Replication and Runner" zur Systemidentifizierung, -iteration und für die Wiedergabe von Testaufzeichnungen, bereitstellen. Der Controller verfügt über eine modulare SPS zur problemlosen Verbindung mit der Klimakammer und dem gesamten Kontroll - und Sicherheitssystem zum Testen von Batterien.
Der "Moog High Frequency Hydraulic Simulation Table" besteht aus sechs hydrostatischen Aktuatoren, die sechs Freiheitsgrade ermöglichen. Ein sehr steifer Tisch ist mit den Aktuatoren über eine Zugstange mit hydrostatischen Lagern verbunden, um den Spielraum zu begrenzen und die Genauigkeit des Systems zu verbessern. Die Aktuatoren werden in Aktuatorblöcken auf einer steifen und kompakten Basisplattform montiert. Diese muss in einer schweren seismischen Masse verankert werden, um ihre Bewegung auszugleichen. Fraunhofer will dem Prüfstand ein komplett neues Gebäude widmen und eine Klimakammer um den Prüfstand herum integrieren, um die Batterien unter spezifischen Umweltbedingungen testen zu können.
"Moog freut sich sehr über die Möglichkeit, bei diesem innovativen Projekt eng mit dem renommierten Fraunhofer Institut LBF zusammenzuarbeiten. Die Entscheidung von Fraunhofer für Moog basierte auf den eindeutigen Vorteilen des hydraulischen Hochfrequenz-Simulationstisches. Wir freuen uns, dass dieses Testsystem für Tests und die Weiterentwicklung elektrischer Autobatterien bei Fraunhofer eine bedeutende Rolle spielen wird", erklärte Thomas Hale, Market Development Manager Test Europe bei Moog.
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Über Moog
Moog Inc. ist ein weltweiter Entwickler, Hersteller und Integrator von Präzisionssteuerungsbauteilen und -systemen. Der Geschäftsbereich Moog Industrial entwickelt und produziert hochleistungsfähige elektrische, hydraulische und hybride Antriebslösungen für verschiedene industrielle Anwendungen, darunter Energieanlagen, industrielle Produktionsanlagen sowie Simulations- und Testsysteme. Unsere Experten helfen leistungsorientierten Flugzeug- und Autobauern, Testlaboren sowie globalen Automobilrennställen beim Design und der Entwicklung ihrer Maschinen der nächsten Generation. Moog Industrial hat mit über 40 Standorten weltweit im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 629 Mio. USD erzielt. Die Geschäftseinheit ist Teil der Moog Inc. (NYSE:MOG.A und MOG.B), mit einem Umsatz 2,3 Mrd. USD. Weitere Informationen finden Sie unter www.moog.com/test.
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