
9 Nov 2001
Wasser Injektions Technik ermöglicht verbesserte Bauteilqualität und kürzere Zykluszeiten, Rhodia Engineering Plastics bietet TECHNYL®-Typen für WIT und Unterstützung bei der Anwendung dieser Technologie an
Nachdem die Wasser Injektions Technik (WIT) in den ersten kommerziellen Projekten zur Anwendung kommt, interessieren sich auch mehr und mehr Zulieferer der Automobilbranche für diesen neuen und schnell wachsenden Markt. Rhodia Engineering Plastics hat sich als global agierender Materiallieferant für PA 6 und PA 66 die Entwicklung von Polyamiden auf die Fahnen geschrieben, die notwendigen Eigenschaften für Motorraumanwendungen mit höchsten Anforderungen wie z.B. im Kühlkreislauf von Fahrzeugen bieten.
Um nicht nur mit den neuesten technischen Entwicklungen Schritt zu halten, sondern um diese zu gestalten, haben Mitarbeiter des technischen Kundendienstes von Rhodia Engineering Plastics eine eigene WIT-Anlage und ein Versuchswerkzeug gebaut. Mit dieser Ausrüstung untersuchten sie den WIT-Prozess und den Einfluss von Materialeigenschaften auf die erreichbare Bauteilqualität bis ins Detail. Die Forschungsarbeiten konzentrierten sich auf Bauteileigenschaften wie Glykolbeständigkeit, Wanddicken und die Qualität der inneren Oberfläche. Hierbei kamen mehrere Verfahrensvarianten wie Pushback (s. Bild 2), Nebenkavität und Aufblasverfahren zum Einsatz.
WIT kommt für alle Anwendungen in Frage, bei denen Hohlprofile benötigt werden, sei es aus Gründen der Steifigkeit oder um diese als medienführenden Kanal zu nutzen. Zusätzlich zu den Kriterien, die direkt aus der Funktion des Bauteils resultieren, ermöglicht WIT auch noch eine Verminderung von Schwindung und Verzug. Denkbare Anwendungen im Automobilsektor sind Griffe und Pedale, Rohre für Heiz- und Kühlkreislauf und Strukturbauteile wie Frontends und Dachreling.
Auch wenn der Einsatz von WIT zunächst dem der GIT ähnelt, so bietet WIT doch einige Vorteile. Der wichtigste Vorzug ist mit Sicherheit die Kühlwirkung des injizierten Wassers, die Einsparungen bei der Zykluszeit von bis zu 70 % ermöglicht. Dies kann für den Verarbeiter eine enorme Steigerung der Produktivität bedeuten.
Außerdem kann mit WIT das Bauteilgewicht durch geringere Wanddicken weiter reduziert werden. Für Rohre können mit WIT zusätzlich noch bessere Innenoberflächen erreicht werden und der Strömungsquerschnitt ist verfahrensbedingt schon optimiert. Abgesehen von der Medienbeständigkeit sind diese beiden Merkmale die wichtigsten Kriterien bei der Entwicklung von Kühlwasserrohren.
Um die Vorteile von WIT konsequent nutzen zu können, benötigt der Verarbeiter eine WIT-Anlage und eine Spritzgießmaschine, die über die entsprechenden Schnittstellen verfügt. Bei der Auswahl eines geeigneten Materials bietet Rhodia Engineering Plastics dem Verarbeiter Produkte, mit denen er die Vorteile dieser Technologie in größtmöglichem Umfang nutzen kann.
Die Entwicklungsarbeit des technischen Kundendienstes für den Automobilmarkt führte bislang schon zu vielversprechenden Ergebnissen. Neben der andauernden Entwicklung von Materialien für WIT stehen schon heute einige TECHNYL®-Typen für mechanisch beanspruchte Bauteile oder Strukturbauteile zur Verfügung. Eine speziell für WIT und den Einsatz im Kühlkreislauf abgestimmte TECHNYL®-Type wird in naher Zukunft verfügbar sein.
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Rhodia Engineering Plastics
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Hinweise für Redakteure
Rhodia Engineering Plastics, mit Sitz in Lyon/Frankreich, ist der zweitgrößte Hersteller von Polyamid weltweit, mit Produktionsstätten und technischen Entwicklungszentren in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien sowie einem weltumspannenden Vertriebsnetz. Für weitere Informationen zum Unternehmen besuchen Sie bitte die Website von Rhodia Engineering Plastics unter www.rhodia-ep.com.
Rhodia ist einer der Weltmarktführer der Spezialitätenchemie mit Produkten und Dienstleistungen für die Kerngeschäfte Automobil, Gesundheit und Körperpflege, Duftstoffe, Bekleidung, Elektronik und Umweltschutz. Rhodia erzielte im Jahr 2000 mit 30.000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 7,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist an den Börsen Paris und New York notiert. Für nähere Informationen besuchen Sie bitte Rhodia im Internet unter: www.rhodia.com
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