
13 Dec 2010
RHODIA KÜNDIGT NEUE PULVER AN, MIT DENEN DIE GRENZEN DER FERTIGUNG VON KUNSTSTOFFTEILEN WEITER HINAUSGESCHOBEN WERDEN
Lyon, Frankreich – 13. December 2010 ---- Rhodia kündigt die bevorstehende Markteinführung von Polyamidpulvern (PA-Pulvern) für Rapid Prototyping und Kleinserienfertigung durch selektives Lasersintern (SLS) an. Damit werden zum ersten Mal PA-6-Pulver für die direkte Teilefertigung per SLS erhältlich sein. In den kommenden Monaten wird das Angebot zudem auf PA-66-Pulver ausgeweitet.
Mittels SLS können Konstrukteure und verarbeitende Betriebe ganze Familien von voll funktionsfähigen Prototypteilen herstellen, mit jeweils unterschiedlichen Abmessungen, eines nach dem anderen, bevor Metallwerkzeuge erstellt werden müssen. Wenn eine Konstruktion bereits freigegeben ist, lässt sich per SLS sogar eine kommerzielle Kleinserienfertigung durchführen.
Insbesondere Industriebereiche an vorderster Front der technologischen Entwicklung, wie etwa Luft- und Raumfahrtindustrie, Rennwagenbau, Robotik oder Medizintechnik und Prothesenherstellung, setzen schon heute auf Direktherstellungsverfahren, mit denen sich in einem Bruchteil der Zeit direkt aus den Konstruktionsdaten maßgeschneiderte Teile herstellen lassen, deren Eigenschaften traditionell angefertigten Werkstücken in nichts nachstehen.
Bisher bestanden für ein Wachstum so genannter „zeitverdichtender“ Technologien über die genannten Branchen hinaus erhebliche Hindernisse, nicht zuletzt weil die Auswahl der bei SLS einsetzbaren Werkstoffe wesentlich eingeschränkter ist als bei herkömmlichen Formverfahren. Mit der Einführung von PA-6-Pulvern können nun die gleichen Polyamide für die Prototypenherstellung wie auch für den serienmäßigen Spritzguss verwendet werden. „Mit Verarbeitungseigenschaften, die perfekt an die Anforderungen des selektiven Lasersinterns – sowie an weitere Herstellungsverfahren, die auf dem Aufbringen von Pulverschichten beruhen – angepasst sind, ermöglicht diese neue Produktfamilie einen wesentlich bessere Zugang zu diesen innovativen Technologien und erschließt somit neue Anwendungen und neue Märkte“, erklärt dazu Jean-Pierre Marchand, Leiter Marketing & Innovation im Rhodia-Geschäftsbereich Engineering Plastics.
Das Segment der Rapid-Prototyping-/Kleinserienfertigung, in dem derartige Additiv-Technologien zum Einsatz kommen (im Gegensatz zur spanenden Bearbeitung oder subtraktiven Technologien), weist schon heute einen Umsatz von rund 800 Millionen Euro auf, wobei mit einer Ausweitung auf 3 Milliarden Euro bis 2015 gerechnet wird.
„In diesem Zusammenhang bieten SLS-Pulver ein erhebliches Potenzial, mit einem erwarteten Anstieg auf 100 bis 200 Millionen Euro bis 2020“, erläutert Pierre-Emmanuel Lucas, Leiter des Projekts PA-Pulver bei Rhodia. „Mit dieser neuen Werkstofffamilie wird Rhodia aller Voraussicht nach eine wichtige Rolle auf diesem Markt spielen.“
Polyamide werden seit mittlerweile acht Jahrzehnten kommerziell als technische Kunststoffe eingesetzt. Mit dieser neuen Produktfamilie stellt Rhodia einmal mehr seine Technologieführerschaft und die grenzenlosen Innovationsmöglichkeiten im Polyamidbereich unter Beweis.
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Rhodia ist ein internationaler Chemiekonzern, der sich den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet hat. Als Marktführer in ihren Geschäftsbereichen ist die Unternehmensgruppe bestrebt, durch optimierte Betriebsabläufe und qualifizierte Innovationen die Leistungsfähigkeit ihrer Kunden zu steigern. Aufgestellt in elf Unternehmen ist Rhodia der Partner namhafter Kunden in den Bereichen Fahrzeugbau, Elektronik, Parfüme, Gesundheits-, Kosmetik- und Heimpflegeartikel sowie Verbrauchs- und Industriegüter. Mit rund 13.600 Mitarbeitern weltweit erzielte die Gruppe im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von EUR 4,03 Milliarden. Rhodia ist an der Euronext-Börse in Paris gelistet.
Rhodia ist ein weltweit operierender Spezialist für Polyamid-6- und Polyamid-66-basierte Hochleistungslösungen für Spritzgießen, Extrusion und Blasformen. Unter der Flaggschiffmarke Technyl® versorgt der Rhodia-Geschäftsbereich Engineering Plastics unterschiedlichste Märkte mit technischen Kunststoffen, wie etwa Automobil- und Transportindustrie, Elektrotechnik und Elektronik sowie Sport- und Freizeitindustrie.
Nähere Informationen finden Sie auf: www.rhodia.com sowie www.rhodia.de.
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Polyamidpulver von Rhodia werden für Rapid Prototyping und Kleinserienfertigung mittels selektivem Lasersintern (SLS) eingesetzt.
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